Todd Elik

Fragen zum Jubiläumsjahr:

Grösste Erfolge:

500 NHL-Spiele, Spengler Cup-Topscorer 1998, MVP in der NLA 1998/99, slowenischer Meister mit Jesenice 2010. 

Was bedeutet der EVZ für dich?
Ich sehe den EVZ als eine sehr starke Organisation mit einem tollen Team, welches einen starken Teamgeist zeigt. Unser damaliger Präsident Fredy Egli zeigte stets sehr viel Respekt gegenüber dem Club und war die starke Stimme des Clubs.

 

Was war dein schönstes Erlebnis in deiner EVZ-Zeit?
Mein schönstes Erlebnis war die Vertragsunterzeichnung beim EVZ und somit die Chance mit vielen tollen Spielern zusammenzuspielen. Es war mir eine Freude, mit solch guten und fairen Spielern in einem Team zu spielen. 

 

Was kommt dir bei der Erinnerung an deine EVZ-Zeit als Erstes in den Sinn?
Auch hier kommt mir als erstes wieder die Möglichkeit in den Sinn, mit einigen sehr talentierten und grossartigen Spielern im Team zu spielen und um den Meistertitel zu kämpfen. 

 

Was ist die lustigste Anekdote aus deiner EVZ-Zeit?
Die lustigsten Zeiten waren jeweils, wenn wir gut spielten und eine Siegesserie hinlegten und dann ausgingen und feierten. Das Training am Tag darauf war jeweils sehr amüsant und dauerte nicht lange...

Der Spektakelmacher - Der Kanadier Todd Elik produzierte Scorerpunkte am Laufmeter und noch viel mehr Strafen.

Zwei unbefriedigende Saisons nach dem Meistertitel setzte man beim EVZ auf bedingungslose Offensive. Mit Paul DiPietro und Chris Tancill hatte man bereits zwei ausländische Topstürmer unter Vertrag. Doch Sportchef Renato Eugster wollte noch mehr und holte von Langnau den umstrittensten Stürmer auf Schweizer Eis nach Zug: den Kanadier Todd Elik, der zuvor im Dress von Langnau und Lugano die gegnerischen Abwehrreihen demontiert und gleichzeitig am meisten Strafen in der NLA gesammelt hatte. Rock’n’Roller, Bösewicht, Spektakelmacher, Strafenkönig waren nur einige seiner Übernamen in der Presse, die er regelmässig mit Schlagzeilen versorgte.

Das sollte sich auch in seinen zwei Zuger Saisons nicht ändern:  Zweimal dribbelte sich der geniale Techniker und kaltblütige Scorer zum teaminternen Torschützenkönig, zweimal prügelte sich der leicht erregbare Stürmer im Namen der Gerechtigkeit zum ligaweiten Strafenkönig. Wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, und das war oft der Fall, legte er sich mit allen an: dem Gegner, den Schiedsrichtern und dem Publikum. Gleichzeitig begeisterte er seine Fans mit sensationellen Pässen und Toren. An seiner Klasse hatte ja auch niemand gezweifelt: Schliesslich bestritt er vor seinem Wechsel nach Lugano 1997 für Los Angeles, Minnesota, Edmonton, San Jose, St. Louis und Boston 500 Spiele in der NHL und erzielte dabei 371 Scorerpunkte.

Die Zuger fanden allerdings auch mit der offensiven Trio-Power-Packung Elik-Tancill-DiPietro nicht zu meisterlicher Form zurück und blieben in den Playoffs zweimal in der ersten Runde auf der Strecke. Elik erhielt keine Vertragsverlängerung mehr und kehrte wieder nach Langnau zurück. 2004 ging seine NLA-Karriere in Davos zu Ende – nach 315 Spielen, 371 Punkten und 1274 Strafminuten!

Der Kanadier hängte noch ein paar Saisons in der NLB, in Österreich und Slowenien an und versuchte danach vergeblich, in der Schweiz im Coaching-Business Fuss zu fassen. 2014 erhielt er einen Trainerjob beim Erstligisten Saint-Imier, wurde aber in der zweiten Saison wieder freigestellt. Bisher hat sich kein neuer Verein gemeldet. Die negativen Schlagzeilen aus seiner sportlichen Vergangenheit sind wohl eine zu grosse Hypothek.

Wie aus seinem Umfeld zu vernehmen war, ist Todd Elik wieder nach Kanada zurückgekehrt und arbeitet dort im Bauunternehmen seiner Frau. 

Meine EVZ-Statistik

Anzahl Punkte

0117

Anzahl Tore

0035

Assists

0082

Anzahl Spiele

0083