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EURO Prospects Challenge – «Wir haben sehr gut mitgehalten»

Die Zuger bleiben bei der EURO Prospects Challenge zwar ohne Sieg, haben aber wichtige Erkenntnisse gewonnen. Fünf EVZ Spieler schildern ihre Eindrücke.

Die EURO Prospects Challenge bot dem U21-Elit-Team des EVZ wertvolle Vergleiche auf internationalem Topniveau. Nach einer 0:4-Niederlage gegen Gastgeber Rögle BK und einem 1:2 nach Verlängerung gegen HC Oceláři Třinec aus Tschechien traf der EVZ im Spiel um Rang 5 auf Tappara Tampere. Gegen die im Durchschnitt rund zwei Jahre älteren Finnen agierten die Zuger über weite Strecken auf Augenhöhe. Beide Teams verzeichneten 31 Torschüsse, Tappara zeigte sich vor dem Tor jedoch effizienter und gewann mit 3:0. EVZ Goalie Nico Keller parierte 28 Schüsse und zudem einen Penalty.

 

Für die Mannschaft von Head Coach Reto Suri standen nicht nur die Resultate im Vordergrund. Der EVZ stellte das jüngste Team des Turniers und traf auf physisch teils deutlich weiter entwickelte Gegner. «Wir konnten drei Spiele auf hohem Niveau absolvieren und uns von einer guten Seite zeigen», sagt Verteidiger Flavio Andri. Besonders die Gewissheit, auch gegen körperlich überlegene Mannschaften mithalten zu können, nimmt er mit in die Saison.

 

Auch Lucien Lehmann, der einzige Zuger Torschütze des Turniers, zieht ein positives Fazit: «Das Turnier war eine gute Chance, sich mit anderen europäischen Teams im gleichen Alter zu vergleichen.» Das hohe Spielniveau und die Intensität seien eine sehr gute Vorbereitung auf die kommende Saison gewesen. Trotz der Niederlagen nehme die Mannschaft deshalb ein gutes Gefühl mit.

Stürmer Sol Fueter hebt vor allem das Tempo hervor. «Es waren sehr intensive und körperbetonte Spiele, und man hatte viel weniger Zeit und Raum für Aktionen.» Dadurch seien schnelle Entscheidungen gefragt gewesen. «Wir haben sehr gut gespielt und hätten jedes der drei Spiele auch für uns entscheiden können», sagt Fueter.

 

Auch Goalie Robin Bausch betont den Zusammenhalt: «Wir sind zusammengewachsen und füreinander eingestanden.» Gerade gegen physisch stärkere Gegner habe sich gezeigt, was mit Einsatz, Disziplin und Teamgeist möglich sei. Als zentrale Erkenntnis nennt er die «unverhandelbaren Sachen»: professionell leben, sich für das Team aufopfern und jeden Tag alles geben. «Diese Dinge haben nichts mit Talent zu tun, sondern mit Willen und dem Kopf.»

 

Verteidiger Dorian Moret sieht die Intensität der Spiele als wichtige Messlatte: «Wir haben sehr gut mitgehalten, aber die Effizienz hat uns zum Gewinnen gefehlt.» Für die Saison nehme das Team hohe Standards mit, müsse aber noch am letzten Willen arbeiten. Positiv in Erinnerung bleiben ihm auch die gemeinsamen Aktivitäten abseits des Eises wie Paintball oder Poker.

Die Bilanz aus Ängelholm fällt trotz Rang 6 positiv aus: Der EVZ hielt gegen starke und körperlich weiter entwickelte Gegner mit, offenbarte aber Schwächen bei Effizienz und Konsequenz. Für die Meisterschaft sollen diese Punkte verbessert werden; den hohen Anspruch an Einsatz, Zusammenhalt und Professionalität will das junge Team beibehalten.

 

Am Freitag, 28. August, beginnt die U21-Elit-Meisterschaft gegen den HC Lugano (18.30 Uhr, OYM, Cham). Das U18-Elit-Team startet gleichentags um 19.30 Uhr auswärts gegen den HC Davos in der VAT Arena.


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