«Unsere Titelchancen sind grösser denn je!»

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Sonntag, 02.05.2021 // 16:00 Uhr

Marco Maurer ist einer von drei ehemaligen Zugern bei Genf-Servette. Im Playoff-Final gegen seinen Stammklub ist er aufgrund von Verletzungen nur als Zuschauer dabei.

Während sich seine Teamkollegen über den Finaleinzug freuen, ist der 33-jährige Verteidiger am Leiden. Seit dem 5. Februar (Biel-Genf 2:3 n.P.) hat er wegen einer Adduktorenverletzung nicht mehr gespielt, vor zwei Wochen musste er sich auch noch einer Leistenoperation unterziehen. Zwar hat er sich schon länger damit abgefunden, dass er diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Doch der Leidensdruck ist in den letzten Tagen wieder grösser geworden. Dass er die Freude über den Finaleinzug nicht mit seiner Mannschaft auf dem Eis teilen kann, schmerzt. Tut sogar doppelt weh, wie er sagt: «Ich bin ein typischer Playoff-Spieler und lebe für diese Zeit. Und ein Playoff-Final gegen den EVZ wäre für mich das Schönste gewesen!»

Marco Maurer ist im Knonaueramt aufgewachsen und sportlich im EVZ Nachwuchs gross geworden. Im Alter von 17 bis 20 Jahren spielte er regelmässig für die Schweizer Juniorennationalmannschaft. An der U20-Weltmeisterschaft 2006 brach er sich bei einem unglücklichen Sturz kopfvoran in die Bande das Genick, landete für kurze Zeit im Rollstuhl und durfte drei Monate lang den Nackenbereich nicht bewegen. Doch der robuste Sportler kämpfte sich zurück und kam bis 2009 zu 132 Einsätzen in der ersten Mannschaft. Auf die Saison 2009/10 wechselte er zu den Servettiens und erlebte mit den Genfern seinen ersten Playoff-Final. Nach dem 4:2-Sieg in der Halbfinalserie gegen den EVZ zerstörte der SC Bern im siebten Finalspiel seinen Titeltraum.

Der ehemalige Zuger mit Wohnsitz in Unterägeri blieb nur eine Saison in Genf und kehrte nach einer Tour de Suisse (Rapperswil, ZSC Lions, Lugano, Biel) 2019 wieder in die Rhonestadt zurück. Im aktuellen Kader des EVZ Finalgegners ist er neben dem ebenfalls verletzten Abwehrkollegen Jonathan Mercier der einzige Spieler, der schon den letzten Finalauftritt der Genfer miterlebt hat. Dass er seine Mannschaft im Heimstadion Les Vernets und in der BOSSARD Arena nur als Zuschauer unterstützen kann, wäre halb so schlimm, wenn sie diesmal den Titel gewinnen würde. Und darauf macht sich der Verteidiger grosse Hoffnungen: «Unsere Titelchancen sind grösser denn je. Vor allem nach dem souveränen 3:0-Sieg im Halbfinal gegen den ZSC. Das hat die Mannschaft noch zusätzlich gepusht!»

Die Stärken seines Teams sieht Marco Maurer an verschiedenen Orten. «Unser Kader hat einen guten Mix und ist mit hervorragenden Ausländern besetzt. Es ist vielleicht nicht so breit wie beim EVZ, aber dafür macht jeder hundertprozentig seinen Job und opfert sich für die Mannschaft auf. Zudem herrscht bei uns eine extrem gute Stimmung und eine motivierende familiäre Atmosphäre im ganzen Klubumfeld.» Der verletzungsbedingte Ausfall von Gauthier Descloux, dem statistisch besten Torhüter der Regular Season, sei zuerst ein kleiner Schock gewesen, aber nach den starken Leistungen des erfahrenen Backups Daniel Manzato kein Thema mehr.

Nachdem er drei von vier Partien gegen den EVZ in der Regular Season noch gespielt hat, kann sich der Pechvogel auch einen Vergleich mit den Zugern erlauben: «Der EVZ hat ein breiteres Kader und ist technisch besser. Doch das machen wir mit unserem Kampfgeist, unserem Körperspiel und unserer Abschlussstärke wett.» Die Favoritenrolle sieht er gleichmässig verteilt, die Chancen bei 50:50: «Nach dem 4:1 gegen Fribourg und dem 3:0 gegen den ZSC sind wir sicher nicht mehr Aussenseiter.» Was aus seiner Sicht die Finalserie entscheiden könnte: «Die Strafen und die Special Teams. In den bisherigen Spielen zwischen Zug und Genf sind die meisten Tore in Unter- oder Überzahl gefallen!»

Die beiden anderen Genfer Spieler mit EVZ Vergangenheit haben in der Zentralschweiz unterschiedliche Spuren hinterlassen. Timothy Kast (32) wechselte auf die Saison 2017/18 von Genf nach Zug, vermochte sich aber nicht durchzusetzen und kehrte nach einem Jahr wieder zu seinem Stammklub zurück. Linus Omark kam 2012 als 25-Jähriger aus Nordamerika zum EVZ, um sich für einen neuen NHL-Vertrag zu empfehlen. Das ist ihm mit 75 Punkten in 60 Spielen für den EVZ und dem Titel des Liga-Topscorers auch gelungen. Doch der smarte Schwede mit der feinen technischen Klinge vermochte sich in der besten Liga der Welt nicht zu etablieren und wechselte 2014 in die russische KHL, wo er bis zu seinem Transfer nach Genf zu den besten Punktesammlern zählte. Seine Scorerqualitäten hat er auch mit 34 Jahren nicht verloren, wie er diese Saison mit bisher 71 Punkten in 57 Spielen beweist!

 
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