Rolf Landis

Ein Ur-Zuger aus dem Nachwuchs: Rolf Landis war einer der ersten Zuger, die aus dem EVZ-Nachwuchs in die erste Mannschaft kamen.

Als die Zuger Kunsteisbahn 1967 eröffnet wurde und der EVZ seine erste Saison in Angriff nahm, war Rolf Landis gerade mal 12 Jahre alt. Vier Jahre später schaffte er als einer der ersten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft.

Er verteidigte seinen Platz im Team vier Saisons lang und war bei den ersten beiden Höhepunkten der Vereinsgeschichte an vorderster Front dabei: 1974 beim Aufstieg in die NLB, 1976 beim Aufstieg in die NLA. Auch wenn die Schlagzeilen damals Rigolet, Jenni, Probst und Stuppan gehörten, seinen prominenten Teamkollegen mit Länderspielerfahrung, so trug der technisch versierte Center doch dazu bei, dass die Zuger mit drei wettkampftauglichen Sturmlinien antreten konnten. Für Rolf Landis eine Zeit, die er bis heute nicht vergessen hat: "Dass ich während meiner Lehre als Buch- und Offsetdrucker als EVZ-Spieler diese Erfolge und die Euphorie in Zug miterleben durfte, war ein unglaubliches Erlebnis".

Nach dem NLA-Aufstieg des EVZ orientierte er sich beruflich nach Zürich und wechselte zu GC/Küsnacht in die erste Liga. Ein Jahr später peilte er mit Genf und den prominenten Exil-Tschechen Farda und Krupicka noch einmal einen NLA-Aufstieg an, der jedoch nicht gelingen sollte. Der EVZ war inzwischen auch wieder in der zweithöchsten Liga gelandet und holte in einer "Rückrufaktion" 1978 seine Leihspieler zurück. Rolf Landis machte mit und hängte bei seinem Stammklub nochmals drei NLB-Saisons an.

Der fünffache Vater ist aber nicht der einzige in seiner Familie, der zum Thema Eishockey etwas zu sagen hat. Tochter Bianca spielte mit den Schweizerinnen an der U18-WM 2008 in Kanada und holte 2005 mit den EVZ-Damen den Schweizermeistertitel. In der Saison 2005/2006 war Rolf Landis selber Coach und Manager der EVZ-Damenmannschaft, seine Frau Myrtha, mit der er seit 33 Jahren verheiratet ist, machte als TK-Chefin weiter bis zur Auflösung des Teams. Sohn Nico ist heute noch aktiv - er spielt als Stürmer bei Seewen.

Inzwischen ist Rolf Landis 62 Jahre alt und selbständiger Vermittler von Versicherungsgeschäften, seine Frau betreibt in Zug eine Reinigungsfirma. An den EVZ-Spielen sieht man beide regelmässig. Dazu erzählt der ehemalige EVZler noch eine Anekdote: "Unsere Saisonkarten haben die ersten beiden Nummern in der BOSSARD Arena: A1 und A2".

Fragen Jubiläumsjahr:

EVZ-Saisons:
1971/72-1975/76 und 1978/79-1980/81

EVZ-Bilanz:
155 Spiele, 25 Tore

Grösste Erfolge:
Aufstieg mit dem EVZ in die NLB 1974 und in die NLA 1976

Was bedeutet für Dich der EVZ?
Der EVZ hat mir in den jungen Jahren sehr viel Halt und Unterstützung im täglichen Leben gegeben und viel Freude bereitet. Die regelmässigen Trainings und Spiele haben mir Vitalität, Spass und viele Freundschaften in der gesamten Schweiz gebracht.

Was war dein schönstes Erlebnis in deiner EVZ-Zeit?
Das schönste Erlebnis war der Aufstieg in die Nationalliga A in der Saison 1976/77. Dieses Ereignis und die Begeisterung der Zuger Fans war einmalig und für mich unvergesslich.

Was kommt dir bei der Erinnerung an deine EVZ- Zeit als Erstes in den Sinn?
Es herrschte immer eine sehr gute Kameradschaft und wir Spieler haben auch neben dem Eis viele schöne Aktivitäten und lustigen Reisen unternommen.

Was ist die lustigste Anektdote aus deiner EVZ-Zeit?
Da gibt es viele lustige Geschichten zu erzählen aus der Garderobe oder von den gemeinsamen Reisen. Wir EVZ-Spieler haben jedoch das Credo: "Alles was in und um die Mannschaft passiert bleibt in der Garderobe".

Was ich noch sagen wollte:
Die EVZ-Familie ist ein Verein welcher über Generationen hin Begeisterung vermittelt und in unserer Region immer ein intensives Gesprächsthema ist.