Lars Weibel

Vielseitig begabt - Lars Weibel ist seit 2004 eine EVZ-Vorzeigefigur – in verschiedenen Rollen auf und neben dem Eis.

Es gibt kaum jemanden, der beim EVZ mehr und unterschiedlichere Rollen gespielt hat als Lars Weibel. Vielleicht noch Engelbert Huber, der als Funktionär vom Materialverwalter bis zum Präsidenten fast kein Amt ausgelassen hat. Im Unterschied zum Ehrenpräsidenten trat Lars Weibel auf und neben dem Eis in wichtigen Rollen auf die Bühne.

Die EVZ-Geschichte des vielseitig begabten Sportlers begann 2004. Nach einigen schwierigen Jahren startete der EVZ mit der Rückkehr von Meistertrainer Sean Simpson und den Ur-Zugern Patrick Fischer, Livio Fazio und Dani Giger einen Neuanfang. Am Ursprung der höher geschraubten Erwartungen stand auch der Wechsel auf der Torhüterposition: Nach dem Ende der Ära Patrick Schöpf verpflichtete der EVZ vom HCD keinen Geringeren als eben diesen Lars Weibel. Zusammen mit Patrick Fischer hatte der Nationaltorhüter mit Lugano und Davos schon zweimal den begehrtesten nationalen Pokal in die Höhe gestemmt.

4 Jahre lang ging die Rechnung von Lars Weibel und den EVZ-Verantwortlichen auf: Torhüterprobleme waren kein Thema mehr und die Mannschaft konnte sich wieder nach vorne orientieren. Doch dann kam Doug Shedden. Der kanadische Feuerkopf drohte mit dem EVZ in seiner ersten Saison (2008/2009) die Playoffs zu verpassen und stellte seinen Torhüter öffentlich an den Medienpranger. Dank einem unwiderstehlichen Finish schaffte die Mannschaft in der zweitletzten Runde doch noch den Sprung über den Strich und warf im Playoff-Viertelfinal sogar Qualifikationssieger Bern aus dem Rennen – nicht zuletzt dank einem in der zweiten Saisonhälfte überragenden Torhüter. Doch Sheddens Meinung war gemacht: Er setzte fortan auf Jussi Markkanen im Tor und beendete damit die EVZ-Zeit von Lars Weibel. Ironie des Schicksals: Während Weibel beim deutschen Renommierklub Köln noch eine erfolgreiche Saison draufsetzte, sollten beim EVZ die Torhüterdiskussionen bald wieder losgehen…

Nach einer Saison bei den Kölner Haien beendete Lars Weibel 2010 seine Aktivkarriere. Mit einem Lehrabschluss als Hochbauzeichner, dem Handels- und Wirtschaftsdiplom HMZ und einer Weiterbildung zum Neuro-Coach im Portefeuille wechselte er erfolgreich auf die andere Seite der Bande. 2013 kehrte er zum EVZ zurück und übernahm verschiedene Aufgaben im Marketingbereich, seit November ist der mittlerweile 43-jährige Schwyzer Leiter von „The Hockey Academy“. Darüber hinaus gibt er als Studiogast und Co-Kommentator auch im nationalen Schaufenster des Schweizer Fernsehens eine sympathische EVZ-Visitenkarte ab. 

EVZ 14.06.2017

«All Time Favourite 50» - Lars Weibel

Fragen Jubiläumsjahr:

Beim EVZ: 2004/2005-2008/2009

Grösste Erfolge: Meister mit Lugano (1999) und Davos (2002), Spengler Cup-Sieger 2000 und 2001, 62 Länderspiele

Was bedeutet für dich der EVZ?
Der EVZ bedeutet für mich Tradition und Geschichte. Er ist einzigartig und nicht nur durch die Abkürzung EV unvergleichlich und unique in der Schweiz!

Was war dein schönstes Erlebnis in deiner EVZ-Zeit?
Leider blieb mir mit dem EVZ ein Titel verwehrt. Mir ist aber positiv in Erinnerung geblieben, als wir gegen die Lakers trotz 0:3 Rückstand die Playoff-Serie noch drehten und als wir quasi in letzter Sekunde noch die Playoffs erreichten und dann den Meister Bern bezwangen.

Was kommt dir bei der Erinnerung an deine EVZ-Zeit als Erstes in den Sinn?
Den speziellen Grove mit all den damaligen Spielern und Persönlichkeiten.

Was ist die lustigste Anekdote aus deiner EVZ-Zeit?
Als ein sehr stolzer und ehrgeiziger Trainer (er würde toben, wenn ich seinen Namen nennen würde) mit den Schlittschuhschonern aufs Eis kam (zu spät) und dermassen umfiel, dass die Eishockey-Tafel das Hallendach und sein Stock die Matchuhr berührte! Sorry Simmer...

Was ich noch sagen wollte:
Danke, dass ich hier sesshaft werden durfte!

EVZ-Statistik

Anzahl Punkte 6
Anzahl Tore 0
Anzahl Assists 6
Anzahl Spiele 246