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«Unbeschreiblich» – Zuger Bronze-Heldinnen sind zurück

Fünf Zugerinnen waren Teil der erfolgreichen Nati bei den Olympischen Spielen. Ivana Wey, Lara Stalder und Annic Büchi über verrückte Tage in Mailand.

Olympisches Frauen-Turnier

Im entscheidenden Moment hatte Ivana Wey ihren Stock im Spiel. Im Bronzespiel gegen Schweden spielte die 20-jährige EVZ Stürmerin in der Verlängerung den Doppelpass mit Siegtorschützin Alina Müller. «Es war eine unglaubliche Erfahrung. Dass wir am Ende tatsächlich eine Medaille gewinnen konnten, ist unbeschreiblich», blickt Ivana Wey zurück. Mit über 19 Minuten Eiszeit wies das Talent über das Turnier gesehen den zweithöchsten Schnitt aller Schweizer Stürmerinnen auf.

 

Überdurchschnittlich viele Minuten auf dem Eis stand auch Lara Stalder (31), die sowohl den EVZ als auch die Nati als Captain anführt. Die Unermüdliche glänzte mit einer Plus-3-Bilanz sowie 2 Assists. Die produktivste Zuger Olympiaspielerin war Rahel Enzler (25) mit einem Tor (gegen die Grossmacht Kanada) und zwei Assists. «Der Schlüssel zum Erfolg war, dass jede für jede kämpfte, wir dem System treu blieben und immer an uns glaubten», sagt sie. Ihre Zuger Teamkollegin Alina Marti (21) gab die Vorlage zum ersten Tor im Bronzematch. Der Stürmerin ist besonders der Moment in Erinnerung geblieben, «als wir alle auf das Eis sind, uns umarmt und gejubelt haben.»

 

Annic Büchi (20), die einzige EVZ Verteidigerin in Mailand, sammelte bei ihrem Olympiadebüt zwar keine Skorerpunkte, jedoch wertvolle Erfahrungen hinsichtlich nächster Grossanlässe. Sie schildert: «Der Auftaktsieg gegen Tschechien gab uns Zuversicht. Als es im Bronzespiel in die Overtime ging, konnte man auf der Bank kaum mehr zuschauen. Nach dem Siegtor konnte ich im ersten Augenblick gar nicht richtig realisieren, was wir gerade erreicht hatten.» Neben dem sportlichen Erfolg hebt Annic Büchi das gesamte Erlebnis bei Olympischen Spielen hervor. «Im Village zu wohnen und an NHL-Topstars vorbeizugehen war für mich etwas ganz Besonderes», sagt sie. Diese Erfahrung teilt Ivana Wey: «Wenn man plötzlich Spieler wie McDavid oder Crosby in der Dining Hall sieht, dann realisiert man, dass Olympia kein normales Turnier ist.» Im Moment des Bronzejubels vergassen die Schweizerinnen ihre verletzungsbedingt fehlende Teamkollegin Noemi Ryhner (25) vom EVZ nicht. Alina Müller holte nach dem Sieg gegen Schweden Noemi Ryhners Trikot mit der Nummer 24 und zog dieses an. Noemi Neubauerová (26) war mit Tschechien den Schwedinnen im Viertelfinal mit 0:2 unterlegen. Sie erhielt im Durchschnitt 17:38 Minuten Eiszeit – als Verteidigerin. Beim EVZ ist sie als Powerflügel bekannt. 

 

Für Kurzentschlossene: Die Hockey-Nati wird am Montagabend in der SWISS Arena in Kloten von den Fans empfangen und es findet eine Medaillenfeier statt. Türöffnung in Kloten ist um 17.30 Uhr, das Team wird um ca.  18.30 Uhr erwartet. 

 

SECHS ZUGERINNEN IN ÖSTERREICH

Anfang Februar nahm die Schweiz mit einer Auswahl von Perspektivspielerinnen am Wörthersee-Trophy teil und belegte den 5. Platz. Nach zwei Niederlagen gegen die Gastgeberinnen aus Österreich und die Däninnen gewann man gegen die Slowakei mit 3:2 nach Verlängerung. Mit Yara Keller, Elena Gaberell, Nina Harju (1 Assist), Jael Manetsch (2 Assists), Lia Egger und Luisa Waser (1 Tor) waren sechs Zugerinnen Teil des Schweizer Kaders in Klagenfurt. Die Österreicherinnen mit den EVZ Spielerinnen Annika Fazokas (2 Assists) und Leonie Kutzer klassierten sich im 3. Rang.


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