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«Müssen den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen»

Nach drei Niederlagen in Serie und einem krassen Torverhältnis von 1:13 ist vom EVZ am Donnerstag eine Reaktion gefordert. Die Aufgabe gegen das zweitplatzierte Fribourg wird jedoch keine einfache.

Auch am Dienstag in Ambrì konnten die Zuger nicht aus ihrem Neujahrs-Tief herausfinden. Ein verkrampfter Auftritt gipfelte erneut in einer Zu-Null-Niederlage. Vier Mal musste Goalie Leonardo Genoni hinter sich greifen. Nach der Partie sagt er: «Wir müssen unser Selbstvertrauen zurückgewinnen und können nur gemeinsam aus diesem Tief finden.»

 

Nach einer kurzen Nacht, welche wohl einige eher schlaflos verbracht haben, trifft sich die Mannschaft am Mittwochmorgen zu einem offenen Austausch und geht anschliessend gemeinsam aufs Eis. Raphael Diaz, der noch immer mit Gleichgewichtsbeschwedern zu kämpfen hat und die letzten Partien von hinter der Spielerbank verfolgt hat, sagt: «Die Jungs stehen für einander ein und sprechen offen miteinander. Auch die Trainingsintensität war dabei ein Thema – da muss wieder mehr kommen, damit man dieses Gefühl auch in die Spiele mitnehmen kann.»

 

Es ginge darum, die einfachen Dinge richtig zu machen, damit mit kleinen Erfolgserlebnissen das gute Gefühl wieder zurückkomme, meint Diaz. «Shift für Shift, die Zweikämpfe gewinnen, gute erste Pässe spielen. Es ist eine gewisse Verunsicherung in den Köpfen zu spüren – wir müssen wieder weniger studieren und einfach spielen, unserer Intuition vertrauen.» Auch Captain Jan Kovar will nichts schönreden: «Wir hatten einige Tage Zeit, uns über die Festtage zu erholen – wir sind körperlich fit. Dennoch: Defensiv und offensiv hat in den letzten Spielen nicht viel zusammengepasst. Wir müssen den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen, dessen ist sich jeder bewusst.»

Auch Fribourg-Gottéron ist nicht optimal ins neue Jahr gestartet: Nach einer Niederlage in Lugano folgte am Dienstag ein knapper Sieg nach Penaltyschiessen zuhause gegen Langnau. Im Dezember holten die Drachen allerdings fünf Siege aus sechs Spielen und überzeugten auch am Spengler Cup gegen Helsinki und Prag, ehe der Halbfinal gegen den späteren Gewinner HC Davos Endstation bedeutete. In der Tabelle stehen die Saanestädter mit einem Spiel und einem Punkte mehr als Lausanne auf Rang 2.

 

Die bisherigen zwei Begegnungen der Saison gingen beide an Gottéron: Mitte September in Zug nach Penaltyschiessen und im Oktober in der BCF Arena klar mit 5:2. 

 

Bei Fribourg fielen am 3. Januar während der Partie gegen Lugano Topscorer Marcus Sörensen und Henrik Borgström aus und dürften auch am Donnerstagabend fehlen. Beim EVZ sind beim vierten Spiel innert sieben Tagen Lukas Bengtsson, Samuel Guerra und Grégory Hofmann fraglich.

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