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EVZ Junior Yanis Lutz glänzt in Übersee

Der 17-jährige Yanis Lutz aus der Zuger «The Hockey Academy» versucht sich seit Sommer bei den Peterborough Petes in der Ontario Hockey League. Sein Aufstieg ist bemerkenswert und verleitet zum Träumen.

Jedes talentierte Schweizer Eishockey-Talent, das sein Glück in jungen Jahren ennet dem Atlantik versucht, weiss: In Nordamerika wartet niemand auf einen Schweizer. Das ist im Fall von Yanis Lutz nicht anders. Ein erstes Mal Schlagzeilen macht dieser allerdings schon vor seinem Debüt in der Ontario Hockey League (OHL): Am Hlinka Gretzky Cup im August schiesst Lutz im Dress der U18-Nati das einzige Schweizer Tor gegen Kanada. Auch sonst weiss er mit vier Punkten in vier Spielen zu überzeugen.

 

Ein gutes halbes Jahr später ist Yanis Lutz der beste Rookie im Team der Peterborough Petes und der zweitbeste Import-Rookie mit Jahrgang 2008 in der gesamten OHL. In 59 Spielen sind ihm 13 Tore und 23 Assists gelungen, mit den Petes steht er in den Playoffs. Bemerkenswert: Lutz übernimmt im Powerplay Verantwortung als Lowliner und Spielgestalter. Das war zu Beginn der Saison noch nicht so. Als Viertlinien-Spieler mit Kurz-Einsätzen hat er sich zuerst in die dritte, dann in die zweite und schliesslich als Center in die erste Linie vorgearbeitet. 

Yanis Lutz über seinen Höhenflug: «Viele Faktoren spielen mit. Ich hatte einen super Sommer in Zug und fühlte mich zu Beginn der Saison so richtig ready. Zudem konnte ich am Hlinka Gretzky Cup viel Selbstvertrauen tanken. Dann hat mich das Team hier in Peterborough sehr schnell sehr gut aufgenommen.» Lutz hat sich in Kanada innert Kürze ein prosperierendes Umfeld aufgebaut: «Die Gastfamilie ist super nett. Überdies geniesse ich vom Trainerteam um Rob Wilson grosses Vertrauen. Zwar hatte ich hin und wieder ein bisschen Heimweh, habe mich dafür umso mehr um jeden Besuch von Familien und Freunden gefreut.» (vgl. Bild). 

 

«Am meisten habe ich vom OYM profitiert»

Yanis Lutz über seinen steilen Karriere-Aufstieg

 

Den Grundstein für sein Nordamerika-Abenteuer legte Yanis Lutz im OYM. Im August 2023 startete er als 15-Jähriger die vierjährige Ausbildung an der EVZ «The Hockey Academy». Dank zwei starken Jahren im EVZ Nachwuchs folgte schon im Sommer 2025 der Sprung in die OHL. Yanis Lutz ist überzeugt von diesem Weg: «Hockey-technisch habe ich brutal viel in der Academy gelernt – Skating, Technik, Spielverständnis. Am meisten habe ich aber vom professionellen Umfeld im OYM profitiert.» In Sachen Ernährung und Off-Ice-Bereich sei er bestens beraten gewesen. Und: «Ich lernte früh, selbstständig zu sein. Das hilft mir hier enorm.»

 

Als Highlight seiner Zeit in Peterborough nennt Yannis Lutz auch seinen ersten Treffer vor Heim-Publikum. «Die Fans hier sind ein Erlebnis. Die Stimmung auf den Rängen kann ein Spiel schonmal auf den Kopf stellen.» Viral gegangen auf Social Media ist Yanis Lutz mit einem Assist, bei welchem er einen Schuss antäuscht, mittels Laser-Pass aber einen noch besser postierten Mitspieler bedient, der nur noch einschieben muss. (vgl. zweite Slide Insta-Post unten). Diese Szene versinnbildlicht den hohen Hockey-IQ, der ihm in der Szene attestiert wird.

Wie geht es mit der Karriere von Yanis Lutz weiter? Ab 26. März stehen erst einmal die Playoffs in der OHL vor der Tür, wo Lutz’ Dienste besonders auch im Powerplay wieder gefragt sein werden. «Danach komme ich in die Schweiz zurück und mache da das Sommertraining, wo gezielt an Kraft und Stabilität gearbeitet wird. Ich freue mich sehr auf das EVZ-Umfeld und das OYM!», so der 17-Jährige. Die kommende Saison werde er voraussichtlich wieder in der OHL bei Peterborough spielen, sagt Lutz am Telefon.

 

Auch wenn niemand in Nordamerika auf einen Schweizer wartet – manchmal geht es schnell im Eishockey. Es lohnt sich, die aufstrebende Karriere des nächsten Zuger «The Hockey Academy»-Exports auch in den kommenden Wochen und Monaten zu verfolgen. 

Parallelen zu Lino Martschini

Peterborough Petes? Da war doch mal was! Lino Martschini – die EVZ-Legende schlechthin – versuchte sich zwischen 2010 und 2012 in der OHL bei den Petes und skorte in zwei Saisons und 124 Partien satte 114 Punkte. In der Folgesaison erhielt er beim EVZ den ersten Profivertrag und schlug mit 44 Punkten, davon 14 in den Playoffs, voll ein.


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