Das Gesamtskore von 19:5 für den EVZ in den drei Partien der Halbfinalserie gegen die HC Fribourg-Gottéron Ladies könnte zu falschen Schlüssen verführen. Denn trotz der spielerischen Überlegenheit der Zugerinnen bedurfte es einer Menge Leidenschaft und Resilienz, um den direkten Einzug in den Playoff-Final zu schaffen. «Es gab Challenges, die wir gemeistert haben, indem wir als Team zusammengestanden sind», sagt die Zuger Stürmerin Luisa Waser und ergänzt: «Fribourg hat uns sicher gefordert, vor allem auch, was das Körperspiel anging.» Davon zeugt auch die unüblich hohe Zahl an Strafminuten gegen den EVZ, die in den drei Spielen deutlich anstieg: von 4 auf 6 auf 12 Minuten. Wie beispielsweise von Rahel Enzler im Vorfeld der Partie angesprochen, waren die Fribourgerinnen darauf aus, den Spielfluss der Zugerinnen zu unterbrechen, indem sie immer wieder den Körperkontakt suchten. Das Erfolgsrezept laut Enzler: Als Team dagegenhalten und sich auf die eigene Leistung konzentrieren.
Das klappte in der Halbfinalserie fast immer. Doch nach dem 7:0-Erfolg zum Auftakt hielt etwas Nachlässigkeit Einzug. Im zweiten Match leistete sich der EVZ ein zeitweise fahriges Mitteldrittel mit verhängnisvoller Freigiebigkeit – die Quittung folgte auf dem Fuss: Nach 40 Minuten stand es 3:3; letztlich gewannen die Gäste aber mit 5:3. Dennoch bestand im Anschluss an jenes Spiel Gesprächsbedarf: «Wir redeten viel darüber, was es zu tun gibt, damit wir am Dienstag von Anfang an unsere beste Leistung bringen können», sagt Stürmerin Jael Manetsch und führt aus: «Ich bin stolz darauf, wie jede Einzelne reflektierte, wie sie sich am besten auf das Spiel vorbereiten kann. So konnten wir im dritten Spiel wieder unser Spiel durchziehen.»
