Die Trainer-Kolumne mit Lauri Marjamäki erschient ursprünglich in unserem EISZEIT Magazin. Mit Klick auf untenstehenden Button jetzt ein Abo sichern!
Liebe EVZ Familie,
herzlich willkommen zur Meisterschaft 2026/27! Was ich vorweg festhalten möchte: Es gefällt mir, hier in Zug und beim EVZ zu sein. Die Organisation und die Trainingsbedingungen sind grossartig, die Stadt ist toll, mein Apartment gefällt mir – alles stimmt im Moment!
Wir hatten drei Ziele in der Pre-Season. Das erste Ziel war, dass wir uns gegenseitig kennenlernen. Wir hatten viele individuelle Meetings und haben als Team viel kommuniziert – es wird von Tag zu Tag besser! Das zweite Ziel war zu sehen, wie wir täglich zusammenarbeiten, wie wir uns im Training und im Spiel verhalten. Ich glaube, auch in dieser Hinsicht stimmt die Entwicklung. Das dritte Ziel war, unser Spiel vor Beginn der Regular Season auf ein Niveau zu heben, das wir beherrschen und dem wir vertrauen können. Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg.
Ich bin auf jeden Fall zufrieden, wie die Mannschaft in der Pre-Season gespielt und sich an die Disziplin und den Gameplan gehalten hat. Wir wollen den Puck besitzen und den Rhythmus bestimmen, das ist uns gelungen. Bis jetzt habe ich ein gutes Gefühl und Vertrauen in die Spieler und das Team. Natürlich können wir noch nicht am Ziel sein, wenn die Regular Season beginnt. Wir müssen Schritt für Schritt gehen.
Auch die Blöcke sind noch nicht definitiv zusammengestellt, wir hatten ja mehrere verletzungsbedingte Absenzen. In den Vorbereitungsspielen ging es vor allem darum, den jungen Spielern Einsatzzeit zu geben. Ich kannte sie bisher kaum und wusste deshalb auch nicht, wie sie sich im Spiel verhalten und wie schnell sie unser System adaptieren. David Sklenička ist der einzige Spieler, den ich schon gecoacht habe.
Mit den Transfers bin ich zufrieden, weitere Veränderungen im Kader sind nicht geplant. Mit Vinzenz Rohrer haben wir einen Center gefunden, der unser Ausländerkontingent nicht belastet. Auf jeden Fall haben wir genügend Qualität, um erfolgreich zu sein. Entscheidend wird sein, dass wir eine Team-first-Mentalität zeigen, dass wir uns für das gleiche Ziel committen, dass wir diszipliniert spielen und hart arbeiten. Ich hoffe, dass wir gesund bleiben und die Verletzten möglichst schnell zurückkommen. Dass wir sieben Imports haben und nur sechs spielen können, sehe ich nicht als Problem. Wir brauchen ein breites Kader.
Wichtig ist, dass wir in der Gegenwart leben und täglich unseren Job so gut wie möglich machen. Dass alle verstehen, dass es ein Prozess ist und dass wir uns im Verlaufe der Saison weiterentwickeln wollen. Jeder muss auch verstehen, dass man am Anfang nicht auf die Rangliste schauen kann. Wir starten mit acht Auswärtsspielen, das ist sicher kein Vorteil. Wenn 18 Runden gespielt sind, haben wir erst 13 Partien ausgetragen – das können 18 Punkte Unterschied sein! Dafür spielen wir im Januar fast jeden zweiten Tag. Es ist eine Herausforderung für die Spieler und Coaches, den Rhythmus im Training hochzuhalten. Aber wir haben uns darauf vorbereitet und wollen auch bei diesem Programm erfolgreich sein. Ich bin optimistisch, blicke immer nach vorne und sehe nur die Möglichkeiten, die wir haben. Alles andere bringt nichts.
Wir brauchen auch den Support der Zuschauer, die gute Stimmung in der OYM hall ist bekannt. Ich bedanke mich im Voraus für die Unterstützung und wüsche der ganzen EVZ Familie eine spannende, faire und erfolgreiche Saison!
Mit freundlichen Grüssen
Lauri Marjamäki
