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Eindrückliche THA-Zahlen – vom OYM bis nach Nordamerika

Die Zahlen zeigen es: The Hockey Academy schafft seit über einem Jahrzehnt die erfolgreichen Voraussetzungen für sportliche Karrieren – in Verbindung mit einer fundierten Ausbildung.

Von Raphael Biermayr

 

Das 2014 lancierte EVZ Ausbildungsprogramm The Hockey Academy (THA) ist eine erfolgreiche Talentschmiede: 25 der 75 bisherigen Absolventen spielen in der kommenden Saison in der National League, zwölf in der Swiss League und sechs im Ausland. Damit sind 43 von 75 Absolventen oder 57 Prozent in einer dieser drei Kategorien aktiv.

 

Für Roland Schmid, Leiter The Hockey Academy / Leistungssport beim EVZ, bestätigt die Entwicklung den eingeschlagenen Weg. Besonders freut ihn, dass Spieler, die bereits auf Stufe U13 oder U14 beim EVZ aktiv waren, gemäss seiner Auswertung die höchste Quote an späteren NL-Spielern aufweisen. Der Vorteil dieser langen Bindung: Der Klub begleitet die Spieler über Jahre und kennt ihre Entwicklung sowie ihr Umfeld genau.

 

Doch sportlicher Erfolg ist nur eine Seite des Konzepts. Die THA verbindet professionelles Training mit einer kaufmännischen Ausbildung oder der gymnasialen Matura. Im OYM profitieren die Athleten von kurzen Wegen, moderner Infrastruktur und einer Betreuung, die Ausbildung und Spitzensport aufeinander abstimmt. «Die Persönlichkeit ist im Zentrum», sagt Schmid. Gesucht werden Athleten, die neben Talent, Spielverständnis und innerer Motivation bereit sind, den Leistungssportweg mit einer Ausbildung zu verbinden.

12 selbst ausgebildete Spieler im EVZ Kader

Nicht jeder wird später seinen Lebensunterhalt mit dem Profisport verdienen. Ein anerkannter Abschluss schafft ein zweites Standbein – für die Zeit nach der Karriere ebenso wie für einen alternativen Berufsweg. Diese Verantwortung gehört für Schmid zum Kernauftrag: «Es ist eine Investition, es ist auch ein Auftrag. Es ist ein gesellschaftlicher Auftrag.»

 

Wie weit der sportliche Weg führen kann, zeigen mehrere Beispiele. Leon Muggli wurde 2024 von den Washington Capitals in der zweiten Runde gedraftet und sammelte bei den Hershey Bears Erfahrung in der AHL. Attilio Biasca unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei den Boston Bruins. Goalie Christian Kirsch wurde 2024 von den San Jose Sharks in der vierten Runde ausgewählt und setzt seine Entwicklung an der Quinnipiac University in der NCAA fort.

 

Auch im NL-Team des EVZ ist die eigene Ausbildung sichtbar: Im aktuellen Kader stehen zwölf selbst ausgebildete Spieler, eingerechnet die in die Swiss League ausgeliehenen Matia Birchler und Mischa Geisser. «Mein Ziel ist, möglichst viele in die eigene Mannschaft hochzubringen», sagt Schmid. Der erste Profivertrag soll nicht das Ende des Wegs sein. Die Talente sollen weiter begleitet, zu etablierten National-League-Profis entwickelt und zu wichtigen Spielern der ersten Mannschaft aufgebaut werden. Gerade beim Schritt vom ersten Vertrag zum langfristigen Leistungsträger sieht Roland Schmid Potenzial.

 

Die Zusammenarbeit mit dem neuen General Manager Ted Suihkonen fruchtet. Als früherer Head of Development kennt dieser die THA aus nächster Nähe und bleibt dem Leistungssport auf dem Eis eng verbunden. Gemeinsam sollen Nachwuchsförderung und erste Mannschaft näher zusammenrücken. Je mehr Eigengewächse sich auf höchstem Niveau etablieren, desto stärker wird die Identifikation mit dem EVZ – und desto attraktiver die Perspektive für kommende THA-Generationen.


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