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«Ich bin richtig stolz, Teil dieses Teams zu sein» 

Nach dem 3:1-Erfolg in Kloten will der EVZ am Samstag (19:45 Uhr) beim HC Ajoie nachlegen und seine lange Auswärtstour mit einem weiteren Sieg abschliessen. Einer, der sich in den vergangenen Wochen immer mehr ins Rampenlicht gespielt hat, ist Nik Petrovic.

UNSER EVZ

Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage – seit den beiden deutlichen Erfolgen zum Saisonauftakt wechseln sich beim EVZ Siege und Niederlagen konsequent ab. Nach dem 3:1-Arbeitssieg in Kloten soll diese Serie am Samstag in Ajoie endlich durchbrochen werden. Es ist zugleich das letzte Spiel der langen Auswärtstour, bevor am kommenden Freitag  gegen Lausanne die langersehnte Rückkehr in die OYM hall ansteht.

 

Eine erfreuliche Entwicklung nach  dem ersten Monat der noch jungen Saison ist zweifelsohne die Integration der jungen Spieler. Mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs erhalten viel Eiszeit und übernehmen Verantwortung. Besonders hervorzuheben ist dabei Nik Petrovic, der beim 5:2-Erfolg in Rapperswil seinen ersten Treffer in der National League erzielte. «Ich war in diesem Moment einfach richtig stolz und glücklich. Ich bin seit fünf Jahren beim EVZ und freue mich riesig, dass ich mein erstes Tor in der National League für diesen Club erzielen konnte», erzählt der 20-jährige Stürmer.

Seit Saisonbeginn legt der slowenische Nationalspieler konstante Leistungen an den Tag und ist aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Gegen Kloten stürmte er in der zweiten Linie an der Seite von Vinzenz Rohrer und Gregory Hofmann und liess sich dabei seinen dritten Assist der Saison gutschreiben. Als Petrovic vor fünf Jahren in die Zentralschweiz stiess,  war solch eine Rolle in der 1. Mannschaft logischerweise noch weit entfernt. Aus heiterem Himmel kommt der Aufstieg des bulligen Stürmers jedoch nicht. Sowohl in der U-17-Elit als auch in der U-21-Elit stellte Petrovic seinen Torriecher unter Beweis und gehörte  stets zu den besten Skorern des Teams. Auch der Übergang ins Aktivhockey bereitete dem allseits beliebten Basketball-Fan keinerlei Probleme. In den letzten beiden Saisons wurde er jeweils mit einer B-Lizenz an den EHC Chur ausgeliehen, wo er in 25 Spielen 22 Skorerpunkte sammelte. 

 

Zu den Einsätzen in der Swiss League gesellten sich  in der letzten Spielzeit auch bereits erste Einsätze für die 1. Mannschaft des EVZ hinzu. Im Rahmen der Champions Hockey League durfte der in Cham wohnhafte Petrovic erste Luft im Profi-Eishockey schnuppern. All diese Erfahrungen helfen ihm nun, sich im Kollektiv von Lauri Marjamäki so gut zurechtzufinden.  Über seine Rolle macht sich Petrovic derweil nicht allzu viele Gedanken. «Ich spiele gerne Eishockey und will einfach mein Bestes für das Team geben. Ich mache alles, was die Mannschaft von mir braucht. Am Ende ist es das Wichtigste, einen Weg zu finden, Spiele zu gewinnen.»

 

Dabei hebt Petrovic den Teamzusammenhalt hervor. Trotz des ungewöhnlichen Saisonstarts mit ausschliesslich Auswärtsspielen sei die Stimmung hervorragend. «Wir wachsen als Mannschaft immer mehr zusammen und werden von Spiel zu Spiel besser. Ich bin richtig stolz, Teil dieses Teams zu sein.» Auch nebst dem Eis unternehme die Mannschaft viel zusammen, das komme gerade auf den langen Aufwärtsfahrten zugute. 

 

UNSER GEGNER

Der HC Ajoie hat sich in dieser Saison bislang als unangenehmer Gegner erwiesen. Nach zwölf Partien stehen die Jurassier bei 16 Punkten. Zuletzt wechselten sich wie beim EVZ Siege und Niederlagen ab. Besonders beeindruckend war der 5:4-Erfolg nach Verlängerung gegen die SCL Tigers am vergangenen Samstag. Nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich Ajoie zurück und sicherte sich schliesslich den Zusatzpunkt. Am Mittwoch mussten sich die Jurassier in Lausanne hingegen mit 3:6 geschlagen geben.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den drei Finnen Kristian Tanus, Anttoni Honka und Julius Nättinen. Alle drei sind in der ligaweiten Skorerliste in den Top 6  anzutreffen. Tanus führt die Wertung mit 17 Skorerpunkten gar an, während Verteidiger Honka und Stürmer Nättinen jeweils zwölf Punkte gesammelt haben. Insbesondere die sieben Tore von Honka sind für einen Verteidiger bemerkenswert.

 

Bevor am Samstag der EVZ in der Raiffeisen Arena gastiert, steht für Ajoie am Freitag noch das Auswärtsspiel in Biel auf dem Programm. Die Mannschaft von Ville Peltonen bestreitet damit gleich drei Partien innerhalb von vier Tagen.

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