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EVZ Junior Yanis Lutz ist bereit für den nächsten Schritt

Nach seinem ersten Jahr in der Ontario Hockey League wusste Yanis Lutz, woran er arbeiten muss. Der 18-jährige EVZ Junior nutzte den Sommer im OYM deshalb gezielt für seine körperliche Entwicklung. Nun startet er bei den Peterborough Petes in seine zweite Saison – mit mehr Verantwortung und einer Vorbereitung im Rücken, die sich bereits auf dem Eis bemerkbar macht.

«Ich komme in die Schweiz zurück und mache da das Sommertraining, wo gezielt an Kraft und Stabilität gearbeitet wird. Ich freue mich sehr auf das EVZ Umfeld und das OYM». Diese Worte stammen von Yanis Lutz, welcher 2023 in Zug die vierjährige Ausbildung in der «The Hockey Academy» startete. Nach zwei Jahren wagte der U20-Internationale jedoch bereits im Sommer 2025 den Sprung nach Nordamerika und als wir den früheren Toronto Maple Leafs-Fan im März portraitierten, wählte er die oben genannten Wörter.

 

Nun ist Yanis Lutz zurück in Kanada – und startet bei den Peterborough Petes in seine zweite Saison in der Ontario Hockey League (OHL). Nach einem lehrreichen ersten Jahr soll der 18-jährige EVZ Junior mehr Verantwortung übernehmen. Die Basis dafür legte er in diesem Sommer wie eingangs erwähnt in Zug: Drei Monate lang arbeitete Lutz im OYM gezielt an seiner Physis, seiner Geschwindigkeit und seinem Zweikampfverhalten. Die ersten Auftritte der neuen Saison in Kanada zeigen: Die intensive Vorbereitung trägt bereits Früchte. In jedem der drei ersten Saisonspiele konnte sich Lutz mit einem Assist in die Skorerliste eintragen. Mit der Vorbereitung zusammen steht er schon bei einem Tor sowie fünf Vorlagen.

Lutz, welcher in Cham bgleitend auch die KV-Ausbildung am OYM College absolvierte, wusste nach seiner ersten Saison in Nordamerika genau, woran er in diesem Sommer arbeiten wollte. Sein Hockey-IQ und seine technischen Fähigkeiten gehören zu seinen grossen Stärken. Doch um diese auf OHL-Niveau noch konstanter zur Geltung zu bringen, fehlte ihm bislang teilweise die körperliche Basis.

 

«Ich habe im letzten Jahr hier in Nordamerika gemerkt, dass es körperlich sicherlich noch einen Schritt für mich zu machen gibt», sagt Lutz. «Ich konnte im Spiel ab und an technisch gar nicht all meine Fähigkeiten nutzen, weil mir der körperliche Gap, um mich durchzusetzen, noch gefehlt hat.» Diese Erkenntnis wurde zum Antrieb für die Sommermonate. Lutz kam mit klaren Zielen ins OYM und nahm die Vorbereitung entsprechend intensiv in Angriff.

 

Drei Monate Vollgas im OYM

 

Während drei Monaten arbeitete der Stürmer konsequent an seiner körperlichen Entwicklung. «Die drei Monate im OYM in diesem Sommer waren riesig für mich», sagt Lutz. Neben der Arbeit abseits des Eises konnte er auch auf dem Eis von den Möglichkeiten beim EVZ profitieren. Besonders wertvoll waren dabei die Einheiten mit dem NL-Team. Zu Beginn des Sommers arbeitete Lutz häufig mit Ted Suihkonen, später auch mit Teilen des National-League-Coaching-Teams oder Reto Suri. «Die Trainings mit den Profis gaben ihm einen direkten Einblick in die Intensität, die ihn auch in Nordamerika erwartet.»

 

«Ich wollte viel im körperlichen Bereich arbeiten. Dabei hat mir die Zweikampfintensität mit der ersten Mannschaft nochmals ein anderes Niveau gezeigt», erklärt Lutz. «Ich konnte hier sehr viel lernen – nicht nur im physischen Bereich, sondern auch in den technischen Bereichen des Zweikampfs.»

 

Auch die Ernährung war ein wichtiger Bestandteil seiner Vorbereitung. Durch seine beiden Jahre im OYM hatte Lutz diesbezüglich bereits Erfahrungen gesammelt und konnte diese im Sommer weiter vertiefen. Denn mit zunehmendem Alter und auf dem Weg zum Profisport wird auch die Eigenverantwortung immer wichtiger. «Hier in Nordamerika ist man viel mehr auf sich selbst gestellt. Die Qualität der Lebensmittel oder in den Restaurants ist hier auf einem weniger guten Standard. Da hilft mir nun diese Erfahrung sehr.»

 

Wie stark sich die Arbeit im Sommer tatsächlich auf sein Spiel auswirkt, konnte Lutz bereits in den drei Pre-Season-Spielen (alle siegreich gestaltet) mit den Petes feststellen. «Ich merkte schon, dass die Kraft, welche ich im Sommer zulegen konnte, auf dem Eis hilft.» Vor allem in Situationen, in denen es darum geht, sich gegen einen Gegenspieler durchzusetzen und anschliessend Raum zu gewinnen, spürt Lutz einen Unterschied. «Durch meine körperliche Entwicklung, gerade auch die Speedentwicklung, kann ich mich nun viel schneller und besser von Gegnern trennen oder mir nach einem Battle Raum verschaffen», erläutert Lutz. «Auch im Umschaltspiel hilft mir der körperliche Vorteil.» Der in Lachen geborene Stürmer kam in allen Testspielen in der ersten Linie zum Einsatz, ein grosser Vertrauensbeweis.

 

Mehr Verantwortung bei den Petes

 

In seiner zweiten Saison in Peterborough ist für Lutz ohnehin eine andere Rolle als noch letzte Saison vorgesehen. «Ich konnte im ersten Jahr sehr viel lernen und hinter den etablierten Spielern auch mal eine ‹einfachere› Rolle übernehmen», erklärt Lutz. «Dieses Jahr heisst es definitiv, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das erwarten die Coaches, das erwarte ich auch von mir selbst.»

 

Auch die Ziele der Mannschaft sind klar. Der zehnfache OHL-Champion will um den Titel spielen. Gleichzeitig hat Lutz mit dem NHL-Entry-Draft im kommenden Sommer ein persönliches Ziel vor Augen. «Ich denke natürlich nicht jede Minute daran, aber man hat es schon ein wenig im Hinterkopf. Es stellt zusätzlich eine gesunde Motivation dar.»

Beim EVZ wird die Entwicklung des jungen Stürmers natürlich mit grossem Interesse verfolgt. Roland Schmid, Leiter von «The Hockey Academy», meint: «Dass Yanis nach den drei intensiven Monaten im OYM in Kanada sofort auf diesem Niveau auftreten und eine wichtige Rolle übernehmen kann, ist ein starkes Zeichen für die Qualität unserer gemeinsamen Arbeit. Das professionelle Umfeld im OYM, die gezielte Ernährungsbegleitung und die tägliche Arbeit unserer Coaches haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.»

 

«Ein starkes Zeichen für die Qualität unserer gemeinsamen Arbeit»

Roland Schmid, Leiter der «Hockey Academy» 

Für Lutz, welcher wie bereits im letzten Jahr bei einer Gastfamilie lebt, gilt es sich mit einer starken Saison in eine möglichst gute Ausgangslage für nächsten Sommer zu bringen. Dass die OHL ein wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg in die NHL sein kann, zeigt die Geschichte der Liga eindrücklich. Spieler wie Connor McDavid und John Tavares sammelten in der OHL Erfahrungen, bevor sie 2015 respektive 2009 als Nummer 1 des NHL-Drafts ausgewählt wurden. Für Lutz ist der Weg dorthin natürlich noch weit, mit der intensiven Vorbereitung im OYM hat er in diesem Sommer jedoch einen weiteren wichtigen Schritt in seiner persönlichen Entwicklung gemacht.

 


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