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Sarah Mettler übernimmt schon mit 16 gern Verantwortung

Die EVZ Stürmerin reist nach starken Auftritten mit den Zugerinnen demnächst mit der Schweizer U18-Nati in die Slowakei.

Die PostFinance Women’s League ruht derzeit. Doch für etliche EVZ Spielerinnen stehen internationale Einsätze auf dem Programm. So auch für das Zuger Talent Sarah Mettler. Am 3. November reist die 16-Jährige mit der U18-Nati zu einem Vierländerturnier in die Slowakei. In Bratislava trifft die Schweiz auf Ungarn, die Slowakei und Schweden.

 

Beim letzten Vierländerturnier im August in Tschechien hinterliess das Team einen starken Eindruck. Die Schweiz gewann gegen Finnland 2:1 nach Penaltyschiessen, gegen Schweden 3:1 und gegen Gastgeber Tschechien 2:0. Sarah Mettler verwandelte gegen Finnland den entscheidenden Penalty. Neben ihr sind mit Goalie Flurina Waltert und Verteidigerin Kim Villiger weitere EVZ Talente dabei; zudem stehen Neela Brander und Lara Klaus auf der Pikettliste.

Dass dank der wachsenden Förderung des Frauen- und Mädcheneishockeys hierzulande immer mehr junge Spielerinnen in die U18-Nati nachrücken, freut Sarah Mettler. Gleichzeitig verändert sich dadurch auch ihre eigene Rolle. «Ich gehöre inzwischen zu den Erfahreneren. Jetzt liegt es auch an mir, den Lead zu übernehmen», sagt sie.

 

Diese Entwicklung ist auch beim EVZ zu beobachten. Nach den vielen verletzungsbedingten Ausfällen zu Beginn der Saison musste sich Mettler neu orientieren. «Das ist mir mittlerweile gut gelungen.» Das zeigte sich auch beim Home Opener am Samstag gegen den Lausanne HC Féminin. Sarah Mettler zog beim letzten Treffer der Partie zum 2:0-Sieg die Blicke auf sich. Sie setzte hinter dem Tor nach, liess eine Verteidigerin durch einen Doppelpass mit der Bande aussteigen und legte für Torschützin Alina Marti auf. «Ich war etwas aufgeregt vor dem Spiel. Aber sobald ich auf dem Eis war, hat es sich wieder normal angefühlt», sagt Sarah Mettler über die Saisonpremiere in der OYM hall.

 

Dass jüngere Spielerinnen im Zuger Women’s Team früh Verantwortung übernehmen können, hat auch mit der Kultur innerhalb des Teams zu tun. «Bei uns herrscht eine offene Kommunikation. Wir Jüngeren können auch den Älteren sagen, wenn wir irgendwo Verbesserungspotenzial sehen», erklärt die Effretikerin.

Auch schwierige Situationen geht die Mannschaft solidarisch an. Der längere Ausfall von Captain Lara Stalder nach einer Knieverletzung im Match gegen Lausanne beschäftige das Team zwar, soll aber nicht zum bestimmenden Thema werden. «Lara sagt selbst, dass das zum Hockey gehört und wir nichts daran ändern können. Wir müssen weiter schauen und den Fokus behalten.» Am Sonntag, beim 10:0-Sieg gegen die Neuchâtel Hockey Academy, zeigte das Team, dass es dazu fähig ist.

 

Neben dem Eis hat für Sarah Mettler im Sommer ein neues Kapitel begonnen. Sie ist am OYM College in Cham und absolviert dort ihr erstes KV-Jahr. «Es gefällt mir sehr, aber ich muss mich zuerst etwas zurechtfinden», sagt sie. Sportlich denkt sie bereits weiter. College-Hockey in Nordamerika bleibt ein grosses Ziel. «Wenn ich sehe, dass Naemi Herzig und Ivana Wey den Sprung vom EVZ in die NCAA geschafft haben, möchte ich ihnen natürlich nacheifern.» Bis dahin stehen für die Powerstürmerin weitere Schritte auf dem Weg ihrer Entwicklung an – der nächste führt sie in die Slowakei.

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